Für eine ausgewogene Balance

30.04.2019

Für eine ausgewogene Balance

Stressoren vermindern, Regenerations- und Reparaturkräfte unterstützen

 

Immer mehr Menschen klagen über eine Zunahme von Stress. Ist das nun bloss eine Modeerscheinung oder Tatsache? Stress wird definiert als erhöhte körperliche oder seelische Anspannung, die bestimmte Reaktionen hervorruft, die auf Dauer zu Schädigungen der Gesundheit führen können. Mit Betonung auf „Dauer“. Kurzfristig ist eine Stressreaktion im Stoffwechsel – ausgelöst durch die Produktion der Hormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol – nämlich nichts weiteres, als ein „Kick“, der einen Energieschub auslöst. Stand der „Ötzi“ plötzlich vor dem Säbelzahntiger, dann musste er die Beine unter die Arme nehmen, um sich auf den nächsten Baum retten zu können – auch wenn er vorher keinen Energy-Drink oder Schokoriegel zu sich genommen hatte. Stressreaktionen sind also völlig normal. Sie gehören zu unseren geerbten Überlebensmechanismen und können nicht einfach ausgeschaltet werden. Problematisch werden Stressreaktionen erst dann, wenn sie dauerhaft oder chronisch auftreten und damit früher oder später in einen Erschöpfungszustand führen – auch Burnout oder endogene Depression genannt. Biochemisch bedeutet das, dass die dauerhafte Überschwemmung des Körpers mit dem Stresshormon Cortisol die nötige Entspannung und Regeneration verhindert, was wiederum durch die Hormone Serotonin und Melatonin gesteuert wird. Die Folge davon sind einerseits Schlafstörungen und die Überforderung von Psyche und Seele sowie andererseits eine verminderte Immunabwehr und schleichende Entzündungen im Körper. Und diese Symptome nehmen tatsächlich weltweit zu.

 

Klinisch messbar, wissenschaftlich anerkannt

Nur wenn es uns gelingt, diese destruktive Spirale zu durchbrechen und umzukehren, dann können wir wieder zu einer ausgewogenen Balance zwischen Stress/Aktivität (Sympathikus) und Entspannung/Regeneration (Parasympathikus) zurückfinden. Dabei ist die Lösung ganz einfach: Stressoren (früher Säbelzahntiger, heute vermehrt bedrohliche, angstauslösende Situationen und, ja, vor allem auch Umwelt- und Schadstoffbelastungen) müssen wirksam und dauerhaft vermindert werden. Gleichzeitig sind unsere Regenerations- und Reparaturkräfte durch eine täglich ausreichende Versorgung mit antioxidativen Nähr- und Schutzstoffen bedarfsgerecht und lebenslang zu unterstützen. Das funktioniert, ist klinisch messbar sowie mittlerweile auch wissenschaftlich anerkannt und bewiesen.

Als Voraussetzung für einen optimalen Energiehaushalt lernen Fach- und Führungskräfte am Executive Health Day am 11./12. November 2019 die gesunden Stoffwechselabläufe ihres Körpers kennen (ENERGY ON DEMAND: Gesundheit begreifen als Kraft, Energie und Leistung).

Über den Autor: Andreas Hefel studierte Betriebsökonomie an der FH Basel und absolvierte ein Studium für klinische Ernährung. Er ist Gründer des Ärzte- und Therapeutennetzwerks SALUSMED, Präsident der Stiftung für Umwelt- und Gesundheit (SfGU) und CEO der Hepart Group Switzerland. Seit 1991 leitet er das von ihm gegründete Fachkurhaus und Ausbildungszentrum Seeblick in Berlingen/Schweiz.